Schmerzarmer Knochenaufbau durch 3D-Technologie

Sollen Zahnimplantate gesetzt werden, so ist eines sehr wichtig: GENUG KNOCHEN!
Ist dieser nur unzureichend vorhanden, muss er teilweise sehr aufwendig rekonstruiert werden. Größere Mengen an zu transplantierendem Knochen werden in der Regel aus dem Kieferwinkel oder aus dem Becken entnommen. Diese Prozedur kann schmerzhaft sein und ist meistens mit starker Schwellung der betroffenen Region verbunden.

Die eigentliche Rekonstruktion des Knochens im Aufbaubereich ist Aufgrund der Anpassung des entnommenen Knochenblocktransplantates in den Empfängerbereich sehr zeitaufwendig und techniksensitiv. Diese aufwendige und manchmal schmerzhafte Prozedur lässt sich mittels 3D Röntgen und computergestützter Planung auf ein Minimum reduzieren.

Und wie funktioniert es?

Mittels eines digitalen Volumentomogrammes (DVT) wird ein dreidimensionaler Datensatz hergestellt, der im Computerprogramm bearbeitet werden kann. Der Knochendefekt wird dreidimensional rekonstruiert und mittels computergesteuerter Fräße aus einem Knochenblock heuausgefräst.
Der Knochen selbst stammt vom menschlichen Lebendspender und wird in einem speziellen Prozess komplett gereinigt, von jedwedem menschlichen organischem Material befreit und sterilisiert. Durch diesen Prozess ist eine Unverträglichkeit oder gar Abstoßung des Knochens ausgeschlossen.
Das Knochengerüst dient als Leitstruktur, eigene Knochenzellen einwachsen zu lassen und ist nach ca. 2 Jahren komplett in eigenen Knochen umgebaut. Dieses so entstandene Knochentransplantat kann perfekt in den Defekt eingepasst und mittels 2 Schrauben fixier werden. Der Knochen regeneriert sich innerhalb 4- 6 Monaten. Eine Knochenentnahme-OP ist nicht nötig und die damit verbundenen Schmerzen und Schwellungen entfallen.
Nach der Einheilzeit können die geplanten Implantate gesetzt werden.